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Erika FUCHS, 1906–2005

Erika Fuchs (© Ehapa)
Erika Fuchs (© Ehapa)

Dr. Erika Fuchs gilt als die Grande Dame des deutschen Comics. In ihrer über 30 Jahre andauernden Tätigkeit als „Chefredakteurin“ des Micky-Maus-Magazins übersetzte die Kunsthistorikerin unzählige US-amerikanische Disney-Comics ins Deutsche. Sie verlegte mit dem für sie charakteristischen extrem freien aber sprachlich sehr gehobenen Übersetzungsstil die Welt von Donald Duck und Mickey Mouse nach Deutschland und prägte dadurch die Sprache mehrerer Leser-Generationen.

Lebenslauf

Johanna Theodolinde Erika Fuchs wurde am 7. Dezember 1906 in Rostock als zweites von sechs Kindern der Familie Petri geboren. Kindheit und Jugend verbrachte sie im pommerschen Belgard an der Persante, dem heutigen polnischen Białogard. Ihr Vater, August Petri, war Direktor der Überlandwerke und dafür verantwortlich, erstmals Elektrizität aufs Land zu bringen. Ihre Mutter Auguste, geborene Horn, war ausgebildete Sängerin und Lehrerin. In der wohlhabenden Familie wurde Bildung großgeschrieben, und als Erika mit 15 Jahren den Wunsch äußerte, von der Mädchenschule für höhere Töchter auf das Knabengymnasium zu wechseln und das Abitur zu machen, unterstützte sie ihr Vater dabei. Er erreichte für sie einen Stadtratsbeschluss, der ihr den Gymnasium-Besuch ermöglichte. Es folgte ein Jahr Nachhilfeunterricht, in dem fünf Jahre Latein und zwei Jahre Griechisch nachgeholt wurden. 1922 bestand Erika die Aufnahmeprüfung für die sechste Klasse und war somit das einzige Mädchen im Knabengymnasium. Bereits damals war Lesen eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. In einem Interview erzählte sie, dass sie nach den klassischen Mädchenbüchern Nesthäkchen und Trotzkopf rasch auf die höhere Literatur umgestiegen war und „die ganzen wichtigen Autoren der damaligen Zeit“ gelesen hatte, wie Fontane, Keyserling und Stefan Zweig.

Nach dem Abitur 1926 inskribierte sie Kunstgeschichte, Archäologie und Mittelalterliche Geschichte. Während des Studiums lebte sie in Lausanne, München, London und Florenz, dazu kamen Reisen nach Holland, England, in die Schweiz und nach Italien. Nach dem Studienabschluss begann sie ihr Doktoratsstudium in Kunstgeschichte, das sie 1931 an der Universität München mit einer Dissertation über den Barock-Bildhauer Johann Michael Feichtmayr erfolgreich beendete. Mit der Promotion (Note: summa cum laude) endete Fuchs‘ wissenschaftliche Karriere.

1932 heiratete sie den Fabrikanten und Erfinder Günter Fuchs. Da ihr Mann in Schwarzenbach an der Saale eine Fabrik geerbt hatte, zog das junge Paar in die oberfränkische Provinz, wo 1934 und 1938 ihre Söhne Thomas und Nikolaus geboren wurden. Die Kriegsjahre verbrachte Erika Fuchs als Hausfrau und Mutter in Schwarzenbach. Zum Zeitvertreib las sie viel, darunter zahlreiche englischsprachige Bücher der Leipziger Tauchnitz Edition, die sie zum Spaß übersetzte. Die Liebe für die angelsächsische Literatur blieb ihr bis ins hohe Alter erhalten – noch als über 80-jährige nennt sie als Lieblingsautoren Charles Dickens, George Eliot, Jane Austen, John Irving und Saul Bellow.

Als ihre Söhne das Haus verließen, suchte Erika Fuchs eine neue Aufgabe. Kunstgeschichte war in der Kleinstadt nicht gefragt, daher entstand die Idee, ihre Begeisterung für Sprachen beruflich einzusetzen. Als sie hörte, dass der Verlag Reader’s Digest Übersetzer suchte, bewarb sie sich und wurde als freie Mitarbeiterin eingestellt. Mit Hilfe ihres Mannes übersetzte sie auch wissenschaftliche Artikel.

1951 ergab sich durch Zufall eine Lebenswende. Disney hatte sich im Versuch, Comics auf den deutschen Markt zu bringen, an Reader’s Digest gewandt und der Verlag suchte nun jemanden mit einem akademischen Titel, der dem neuen und noch recht misstrauisch betrachteten Medium Comic einen Anstrich von Seriosität geben konnte. Da Aufträge für Reader’s Digest immer schwerer zu bekommen waren, brauchte Erika Fuchs Arbeit und sagte zu – selbst wenn sie nach eigenen Angaben nie zuvor ein Comicheft gesehen hatte und nicht glauben konnte, dass „das“ in Deutschland funktionieren würde. Wenig später übernahm sie den Posten der Chefredakteurin des Micky-Maus-Magazins im neu gegründeten Ehapa-Verlag, den sie bis zu ihrem 82. Lebensjahr innehatte.

Erika Fuchs starb am 22. April 2005 im Alter von 98 Jahren in München. Sie wurde in Schwarzenbach an der Saale neben ihrem bereits 1984 verstorbenen Mann bestattet.

Übersetzerin für Ehapa

Die Übersetzerkarriere von Erika Fuchs beschränkt sich (bis auf ihre Anfänge bei Reader’s Digest) vollständig auf die Übersetzung von Disney-Geschichten für den Ehapa-Verlag, für den sie laut eigenen Angaben zwischen 1951 und 1976 fast das gesamte Disney-Material übersetzte. „Chefredakteurin“ war sie nur dem Namen nach, um die Bedenken von Jugendschützern gegen die „Schmutz- und Schundliteratur“ zu zerstreuen, sie bezog nicht einmal ein Büro im Verlagsgebäude in Stuttgart, sondern arbeitete stets am heimischen Schreibtisch.

Erika Fuchs und Carl Barks (Quelle: Ehapa)

      Erika Fuchs und Carl Barks (© Ehapa)
Neben den Micky-Maus-Magazinen übersetzte sie auch die Texte für die Micky-Maus-Sonderhefte, die ab Dezember 1951 erschienen, ab 1962 die Mickyvision-Hefte und zwischen 1979 und 1988 das Goofy-Magazin. Am bedeutendsten für die Wirkung ihrer Übersetzungen war vermutlich die Reihe Die tollsten Geschichten von Donald Duck, die überwiegend Barks-Stories enthielt und einen wichtigen Beitrag zur Bekanntheit von Carl Barks und dadurch auch Erika Fuchs leistete. Für diese Reihe wurden viele ältere Übersetzungen verwendet, die Fuchs neu bearbeitete und teils recht stark veränderte. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre erhielt sie noch eine große Menge bisher unveröffentlichter Barks-Geschichten, die letzte übersetzte sie 1995. Für die Serie Lustiges Taschenbuch bearbeitete sie nur die beiden ersten Ausgaben anhand von Rohübersetzungen, denn das Lustige Taschenbuch wurde aus dem Italienischen ins Deutsche übertragen. Ein einziges Prosawerk übersetzte sie in ihrer Zeit bei Ehapa – 1969 den Band Land der Fantasie aus dem vierteiligen Werk Walt Disneys wunderbare Welt, einer Sammlung von illustrierten Prosafassungen der Disney-Trickfilme.

1976, im Alter von 70 Jahren, gab sie den redaktionellen Teil der Zeitschrift auf und ihre spätere Nachfolgerin Dorrit Kinkel begann, sie bei den Übersetzungen zu unterstützen. 1988 übernahm Kinkel auch die Stelle der Chefredakteurin und Erika Fuchs trat im Alter von 82 Jahren in den Ruhestand.

Praktische Übersetzungsarbeit

Vieles von dem, was Erika Fuchs selbst über ihre Tätigkeit als Übersetzerin dachte, erfährt man aus Interviews. Auf einem Gespräch, das Klaus und Monika Bohn im März 1986 mit der damals 80-jährigen führten, basiert Bohns Biografie Das Erika Fuchs Buch. Laut Angaben auf der Website Duckipedia war die Familie Fuchs mit diesem Buch allerdings nicht glücklich, da zu viele private Details veröffentlicht wurden. Aus diesem Grund wurde das Buch auch nie neu aufgelegt. Ein weiteres Interview führte Denis Scheck am 14. Juni 1994 mit Erika Fuchs. Die Aufzeichnung des gesamten Gesprächs ist als CD dem Sammelband Die tollkühnen Abenteuer der Ducks auf hoher See beigelegt.

In diesen Interviews erzählt sie, dass sie hauptsächlich auf der Basis von Schwarz-weiß-Kopien arbeitete und daher keine Ahnung von der tatsächlichen Farbgebung im Comic hatte. Wortspiele mit Farben waren in ihren Übersetzungen somit ausgeschlossen. Da der Ehapa-Verlag die im Original handgeletterte Schrift durch Schreibmaschinenschrift ersetzte, konnten auch die durch die Typografie gesetzten Akzente in der Übersetzung nicht übernommen werden. Fuchs versuchte dies auszugleichen, indem sie die in der Typografie enthaltene Information in den Text verlagerte. Fast immer betrieb sie für ihre Übersetzungen umfangreiche Recherchen und achtete darauf „viel unter die Leute zu kommen“, um sprachlich stets auf dem neuesten Stand zu sein. Einfälle für Gags schrieb sie in ihr grünes Notizbuch, das sie ständig bei sich hatte.

Ihre Übersetzungen schrieb sie mit der Hand, wobei sie meistens fünf Versionen einer Geschichte anfertigte, bis sie zufrieden war. Glücklicherweise erhielt sie immer Material für ein halbes Jahr, wodurch sie sich die Arbeit gut einteilen konnte, nie unter Zeitdruck war und einzelne Geschichten mehrere Wochen liegen lassen konnte, bevor sie ihnen den letzten Schliff gab. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Mann Günter, dem sie die fertigen Übersetzungen vorlas und der sie vor allem mit Zitaten aus der Literatur versorgte. Auch bei technischen Stellen, besonders für Geschichten über Daniel Düsentrieb, fragte sie ihren Mann, der ja ebenfalls Erfinder war, um Rat – wobei sie allerdings seine „vernünftigen“ Erklärungen immer ein bisschen „verwurschtelte“, um dem verrückten Genie des Entenhausener Erfinders gerecht zu werden. Es ist gut möglich, dass sie auch an ihren Mann dachte, als sie Daniel Düsentrieb den inzwischen weit verbreiteten Satz „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ in den Mund legte. Ihr Hauptwerkzeug bei der Übersetzung war ein abgegriffenes Wörterbuch (der einbändige Murret Sanders, noch in Frakturschrift), das sie nicht aus der Hand gab, da es vergriffen war und nicht mehr aufgelegt wurde.

Übersetzungsphilosophie

Gerade zu Beginn ihrer Tätigkeit hatte Erika Fuchs großen Einfluss auf die Auswahl der Vorlagen, die sie nach pädagogischen Grundsätzen auswählte: möglichst keine Grausamkeiten, keine sexuellen Anspielungen, reicher Wortschatz. Ähnliche Überlegungen bestimmten auch ihre Tätigkeit als Übersetzerin. Sie sah es als ihre Aufgabe an, ihren jungen Lesern eine gepflegte deutsche Sprache näherzubringen. Ihre deutschen Übersetzungen klingen daher auch kaum kindlich („So wankelmütig ist die Gunst des Volkes“) und strotzen nur so von klassischen Zitaten. Eingriffe in das Original waren für sie an der Tagesordnung: war sie mit der Aussage einer Geschichte nicht einverstanden, wurde diese eben geändert.

Fuchs sah sich selbst als „Sprachschöpferin“ (Meloni 2013: 40), und ihre Aufgabe darin, die Stimmung des Originals für ein deutschsprachiges Publikum neu zu erschaffen. Ihrer Meinung nach beruhten die Anspielungen und Wortwitze des Originals auf der amerikanischen Kultur und konnten von den deutschen Lesern nicht gleichermaßen als lustig empfunden werden. Daher erfand sie für die Leser und Leserinnen ein Entenhausen, das gerade um die nächste Ecke zu liegen schien. Alles Amerikanische wurde getilgt und durch Dinge und sprachliche Mittel ersetzt, die Fuchs und ihren Lesern vertraut waren. Von Anfang an etablierte sie wo sie konnte Unterschiede zum Original, beginnend bei den Namen der Charaktere. So wird zum Beispiel der in Anlehnung an Dickens benannte Scrooge McDuck zu Dagobert Duck, der den Namen eines Merowingerkönigs trägt. Die leicht nivellierte Umgangssprache, die im Original fast alle Figuren sprechen, war ihrer Meinung nach im Deutschen nicht umzusetzen, daher entschied sie sich dafür, jede Figur mit einem eigenen Sprechstil auszustatten, angepasst an Alter und soziale Schicht. Auch in der Übersetzung von Lautmalerei findet sich ihr freier Übersetzungsstil, besonders gerne übersetzte sie einzelne Onomatopoetika durch mehrere. Durch den Einsatz von verkürzten Infinitivformen (grübel, seufz) wollte sie Kinder mit Wortspielen vertraut machen und ihren Wortschatz erweitern. Obwohl solche Elemente bereits von Wilhelm Busch verwendet wurden, hält sich hartnäckig die Ansicht, sie habe diese Verbformen erfunden. Fuchs-Fans nennen solche lautmalerischen Elemente daher Erikative. Auf die Frage nach den Kriterien für eine gute Übersetzung antwortete sie im Interview mit Denis Scheck, eine Übersetzung dürfe keine Anglizismen enthalten.

Poetisches in Anlehnung an Goethes Faust

(Quelle: Horst, Ernst (2010): Nur keine Sentimentalitäten. München. S. 127.)

Meloni (2013: 90) bezeichnet Fuchs‘ extrem freie Übersetzungen auch als „adaptierende Übertragungen“. Ernst Horst, Gründungsmitglied der D.O.N.A.L.D[1] formuliert radikaler: „Erika Fuchs eine Übersetzerin zu nennen, ist eigentlich eine Beleidigung“ (Horst 2010: 10). Für Fans wie Horst ist Fuchs eine Künstlerin und ihre Texte sind der literarische Kanon seiner Generation. Andere, wie Henner Löffler, sehen die Fuchsschen Eingriffe in das Original kritischer. Löffler bezweifelt, dass die Versetzung dieses „grundamerikanischen Kunstwerkes“ auf die deutsche Geographie sinnvoll oder überhaupt machbar war (Löffler 2004: 408). Aus dieser Versetzung ergaben sich nämlich Widersprüche zwischen Bild und Text, die zwar teilweise durch starke Eingriffe in das Bildmaterial beseitigt wurden[2], manchmal aber eben nicht gelöst werden konnten. Als Beispiel bringt Löffler eine Stelle aus der Geschichte Houseboat Holidays[3], in der der US-amerikanische Lake Erie kurzerhand zum Bodensee umbenannt wird. Abgesehen davon, dass die in der Geschichte gezeigte Landkarte dieser Information widerspricht, endet der See in einem Wasserfall, der relativ eindeutig als Niagarafall erkennbar ist (Löffler 2004: 407).

Erika Fuchs selbst bezeichnete ihre Übersetzungen im Interview mit Denis Scheck als „beste Pop-Literatur“ und verwehrte sich gegen eine in ihren Augen übertriebene Verklärung ihrer Übersetzungen. Einen Vergleich mit Autoren wie James Joyce tat sie mit den Worten „die haben Joyce wohl noch nie gelesen“ ab und ihre mit den Jahren wachsende Berühmtheit sah sie eher als Belastung, da sie nun die hohen Erwartungen ihrer Fans erfüllen musste. Die Entscheidung, relativ stark in die Originale einzugreifen, muss auch im Kontext der Zeit gesehen werden, wo ein solches Vorgehen bei Trivial- und Kinderliteratur an der Tagesordnung war. In welchem Ausmaß der Verlag noch zusätzliche Veränderungen vornahm oder zensierte, ist nicht bekannt, dass dies geschah ist jedoch wahrscheinlich.

Eine genaue Analyse der Übersetzungen von Erika Fuchs führte Ilaria Meloni 2013 durch. Sie beschreibt die Sprache von Fuchs‘ deutschen Fassungen als eine gewählte Alltagssprache, voll von sprachlichen Bildern, Tropen und Figuren der klassischen Rhetorik, die sich stark von den kurzen Sätzen, der Umgangssprache sowie dem Teenager-Slang des Originals unterscheidet.

Berühmtheit und Ehrungen

Nachdem Erika Fuchs jahrelang in relativer Anonymität gearbeitet hatte, wurde die Öffentlichkeit Ende der 60er Jahre langsam auf sie aufmerksam. 1976 wurde D.O.N.A.L.D gegründet, eine Vereinigung, die sich die Beschäftigung mit Carl Barks und Erika Fuchs zur Aufgabe machte. Im Quartalsblatt des Vereins, dem Hamburger Donaldisten (heute Der Donaldist) erschienen regelmäßig Interviews mit Erika Fuchs sowie Sammlungen mit Fuchs-Zitaten. Erika Fuchs wurde auch zum Ehrenmitglied der D.O.N.A.L.D ernannt.

1991 fotografierte und malte Gottfried Helnwein sie für seine Reihe „48 Porträts“, für die er die seiner Meinung nach wichtigsten Frauen des Jahrhunderts ausgewählt hatte. Im gleichen Jahr organisierte der Verlag medienwirksam ein Treffen mit Carl Barks. 1994 erhielt Erika Fuchs den Kulturpreis Morenhovener Lupe, 2001 den Sonderpreis zum Heimito von Doderer-Literaturpreis und den Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim. 2005 widmete der deutsche Rockmusiker Farin Urlaub ihr sein zweites Soloalbum Am Ende der Sonne. Am 21. August 2013 wurde ein Asteroid nach Erika Fuchs benannt.

Nachlass und Übersetzungsbibliographie

2007 gründete die Stadt Schwarzenbach an der Saale die Dr.-Erika-Fuchs-Stiftung und beschloss 2012 die Einrichtung eines Museums, das 2015 eröffnet wurde und in dem Leben und Werk der Übersetzerin gewürdigt werden. Dafür stellte die Familie von Erika Fuchs einige Originalobjekte zur Verfügung, darunter das Notizbuch („die grüne Kladde“), die Morenhover Lupe, ein Wörterbuch, eine Schreibmaschine, einen Zeilenzähler und ein Manuskript. Außerdem wird ein Album mit reproduzierten Fotos ausgestellt. Da Erika Fuchs selbst ihre Unterlagen immer wegwarf, sobald eine Geschichte in Druck erschien, sind nur wenige Manuskriptseiten erhalten, die jedoch vom Ehapa-Verlag dem Museum zur Verfügung gestellt wurden. Einen weiteren Teil des Museums bildet ein Archiv, in dem Literatur und Presseartikel über Erika Fuchs gesammelt und den Besuchern zugänglich gemacht werden. Eine vollständige Bibliographie aller von Erika Fuchs angefertigten Übersetzungen wurde nie erstellt und erscheint mangels genauer Aufzeichnungen des Verlags als praktisch unmöglich. Für die Geschichten von Carl Barks existiert allerdings eine solche Aufstellung – die Online-Datenbank Barksbase enthält alle Titel mit den Angaben zur Originalveröffentlichung, der deutschen Ausgabe und der Übersetzung (wobei sogar zwischen verschiedenen Versionen von Erika Fuchs unterschieden wird).

(Stand: August 2015)

 


[1] Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus.

[2] Zum Beispiel wurden die Dollarzeichen durchwegs aus den Bildern herausretuschiert, da man im deutschsprachigen Entenhausen mit „Talern“ bezahlte.

[3] Deutsche Veröffentlichung in MM8/53 ohne Titel, später in TGDD als „Friedliche Ferien“.

 

Literatur:

Bahners, Patrick (2001): Laudatio auf Dr. Erika Fuchs anlässlich der Verleihung des Roswitha-Preises der Stadt Bad Gandersheim am 27. Juli 2001. In: Der Donaldist (115), S. 12–16.

Baron, Christian: Die Päng-Worte der Frau Fuchs. In: Hamburger Donaldist (31).

Bohn, Klaus (1996): Das Erika Fuchs Buch. Lüneburg: Dreidreizehn.

Fuchs, Erika (1988): Brief an die Donaldisten. In: Der Donaldist (63), S. 46.

Horst, Ernst (2010): Nur keine Sentimentalitäten. Wie Dr. Erika Fuchs Entenhausen nach Deutschland verlegte. 2. Aufl. München: Blessing.

Hunoltstein, Boemund von (1987): Reflexionen über die deutschen MM-Übersetzungen. In: Der Donaldist (61), S. 34–37.

Löffler, Henner (2004): Wie Enten hausen. Die Ducks von A bis Z. München: Beck.

Meloni, Ilaria (2013, 2013): Erika Fuchs' Übertragung der Comicserie "Micky Maus". Hildesheim: Olms.

Nordlicht, Norbert: Ehrt eure großen Frauen. Verleihung des Roswitha-Preises 2001 an Dr. Erika Fuchs. In: Der Donaldist 2001 (115), S. 10–11.

Petri, Erika (1935): Johann Michael Feichtmayr : Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Rokoko. Mainz. (Dissertaton von Erika Fuchs)

Rieken, Bernd (2009): Überall war Entenhausen. Die Comics von Carl Barks in der Übersetzung von Erika Fuchs. In: Michael Simon (Hg.): Bilder Bücher Bytes. Zur Medialität des Alltags : 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Mainz vom 23. bis 26. September 2007. Münster, New York: Waxmann (Bd. 3), S. 387–395.

Schätzing, Frank; Barks, Carl; Fuchs, Erika (2006): Die tollkühnen Abenteuer der Ducks auf hoher See. 1. Aufl. Hamburg: Marebuchverlag (Bd. 25).

Schwindt, Peter (1986): Von der Kunst des Übersetzens. Oder Frau Dr. Fuchs, wie haben Sie das gemacht? In: Der Donaldist (58), S. 15–20.

Simon, Michael (Hg.) (2009): Bilder Bücher Bytes. Zur Medialität des Alltags : 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Mainz vom 23. bis 26. September 2007. Deutsche Gesellschaft für Volkskunde. Münster, New York: Waxmann (Bd. 3).