Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon

Germersheimer Übersetzerforschung - Chronik

2018

(Ausschreibung) 15.–17. Juni 2018: Sechstes Germersheimer Symposium ÜLit „GRENZÜBERSCHREIBUNGEN: Übersetzer und Übersetzen in der SBZ und der DDR (1945–1990)“

Nachdem wir uns im Herbst 2015 mit dem Thema Übersetzer im Exil befasst haben, soll auf der 6. ÜLit-Tagung das bisher gleichfalls weitgehend unbeachtet gebliebene Forschungsfeld Übersetzer und Übersetzen in der SBZ und der DDR personell und strukturell erkundet werden.

Für die Tagung wünschen wir uns Beiträge zu Themen wie:

- Periodisierung der Translationsgeschichte analog zu politischen Zäsuren (SBZ, Stalinzeit, Tauwetter, Mauerbau, 1968, Entspannungspolitik, Solidarność, Perestroika, 1989/90) oder analog zu literatur- und kulturpolitischen Positionen (Sozialistischer Realismus, Bitterfelder Weg, Biermann-Ausbürgerung usw.)

- Die Remigration exilierter Übersetzer

- Die Übersetzungspolitik der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) (Stichworte: Volksbildung, Kulturbund usw.)

- Die Spaltung des deutschen Literaturbetriebs und deren Auswirkungen auf das Übersetzen

- Ost/West- und West/Ost-Kooperationen im Bereich des Übersetzens

- Das Druckgenehmigungsverfahren im Bereich der übersetzten Literatur

- Sprachenpalette (Quoten? Papierzuteilung? Verlagspolitik)

- Übersetzungen aus dem Arabischen / Finnischen / Französischen / Polnischen / Rumänischen / Schwedischen / Weißrussischen usw. (Einzelstudien)

- Leben und Werk des „DDR-Übersetzers“ XY

- „Vom Übersetzen leben?“ – Ökonomische Bedingungen für Freiberufler

- Die Sichtbarkeit der Übersetzer im literarischen Leben der DDR

- Übersetzerpreise (Nationalpreis, Preise einzelner Verlage usw.)

- Übersetzte Texte in den Literaturzeitschriften der DDR

- Die Praxis des „Nachdichtens“ in der DDR

- Übersetzungen in der Reihe Poesiealbum bzw. der Weißen Reihe

- Übersetzer / Übersetzungen wissenschaftlicher Literatur

- Übersetzte Kinderliteratur in Verlagen der SBZ / DDR

- Übersetzungskritik in der DDR

Die Tagung ist als interdisziplinärer Austausch zwischen Vertretern der Translations-bzw. Übersetzungsforschung, der Komparatistik, unterschiedlicher Einzelphilologien und weiteren Fächern wie z.B. der Buchwissenschaft angelegt; das Verbindende liegt in der Ausrichtung auf das Forschungsfeld.

Neben dem Schwerpunktthema wird auf der Tagung Gelegenheit bestehen, sich über Stand und Perspektiven der Arbeit am Germersheimer Übersetzerlexikon (uelex.de) sowie an analogen Projekten (Polen, Schweden, Niederlande, Türkei usw.) auszutauschen. Tagungssprache ist Deutsch.

Die Fachtagung beginnt am Freitag, 15. Juni 2018, um 14:00 Uhr und endet am Sonntag, 17. Juni, gegen 13:00 Uhr. Formlose Anmeldungen zur Tagung und Vorschläge für Vortragsthemen (einschließlich Abstracts) erbitten wir bis Ende Februar an die Adresse: uebersetzerlexikon[at]uni-mainz.de.

Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Zur Deckung der Ausgaben für zwei Abendessen (einschl. Wein aus guten Pfälzer Lagen) sowie Erfrischungen in den Vormittags-, Mittags- und Nachmittagspausen muss eine Unkostenpauschale von 60,00 € (Doktoranden 30,00 €) erhoben werden.

 

2017

16.–18. Juni 2017: Fünftes Germersheimer Symposium ÜLit „’Wie ist das übersetzt?’ Analyse und Beschreibung des translatorischen Œuvres“

Auf dieser Tagung soll der kritische Umgang mit der übersetzerischen Gesamtleistung einzelner Übersetzer und dem WIE des Übersetzens bzw. translatorischen Handelns erörtert werden. Um zu Aussagen zu gelangen, die das Œuvre eines Übersetzers in seiner Besonderheit charakterisieren, dessen „Stimme“ zu erfassen erlauben, sind neue Analyse- und Beschreibungsverfahren zu erproben. In der Sektion „Kritik der Übersetzungskritik“ werden die sich daraus ergebenden methodisch-theoretischen Fragen zu besprechen sein. Vertiefend hierzu wünschen sich die Veranstalter Vorträge zur Geschichte der Übersetzungskritik. In den Vorträgen soll auf die Analyse von übersetzungspoetologischen Äußerungen der Übersetzer selbst sowie auf die Aussagen zum WIE des Übersetzens in der Forschungsliteratur eingegangen werden. Ob und wie solche Deskription für Urteile über die Qualität des Übersetzten zu nutzen ist, soll ebenfalls Gegenstand der Beratungen sein. Die Tagung ist als interdisziplinärer Austausch zwischen Vertretern der Translationswissenschaft, Komparatistik und unterschiedlicher Einzelphilologien angelegt.

 

2016

1 Band„Übersetzerforschung: Neue Beiträge zur Literatur- und Kulturgeschichte des Übersetzens.“ Hg. von Andreas F. Kelletat, Aleksey Tashinskiy und Julija Boguna. Berlin: Frank & Timme 2016. 356 S.

Dieser Band – hervorgegangen aus den ÜLit-Tagungen der Jahre 2014 und 2015 – lädt zur Diskussion über die Entwicklungen im Bereich der Übersetzerforschung ein. Theoretisch-methodische Überlegungen zur translationsorientierten Biographik, zu Exil und Zensur, zum Originalitätsdispositiv oder zu den Herausforderungen digitalen Publizierens stehen neben – oft auf intensiven Archivstudien beruhenden – exemplarischen Fallstudien zum translatorischen Œuvre bzw. Leben und Werk einzelner Übersetzer: Brecht, Gutkind, Hofmannsthal, Klabund, Lipiner, Losa, Meyerhof, Otten, Palm, Reiner, Witte. Zum Inhaltsverzeichnis

 

2015

13.–15. November 2015: Viertes Germersheimer Symposium ÜLit „Übersetzer im Exil“. Zum Programm der Tagung

 

2014

14.–16. November 2014: Drittes Germersheimer Symposium ÜLit „Das Germersheimer Übersetzerlexikon: Mikro- und Makrostruktur“. Zum Programm der Tagung

 

1 Band„Übersetzer als Entdecker: Ihr Leben und Werk als Gegenstand translationswissenschaftlicher und literaturgeschichtlicher Forschung“. Hg. von Andreas F. Kelletat und Aleksey Tashinskiy. Berlin: Frank & Timme 2014. 366 S.

Ob hinter den Namen der Übersetzer vielleicht noch anderes zu entdecken wäre als ihre reichlich erforschte Rolle als Verräter, Sinnverdreher und Wortklauberer – das u. a. erhellen exemplarisch die in diesem Buch versammelten translationswissenschaftlichen und literaturgeschichtlichen Studien zu Übersetzern aus unterschiedlichen Sprachen und Epochen. Die einzelnen Übersetzern gewidmeten Studien bilden zugleich den Grundstock für das digitale Germersheimer Übersetzerlexikon. Darüber hinaus befassen sich mehrere interdisziplinär ausgerichtete Beiträge mit den für die Erstellung eines Übersetzerlexikons relevanten theoretischen, methodischen und forschungspraktischen Grundfragen. Zum Inhaltsverzeichnis

 

23.–25. Mai 2014: Deutsch-polnische Tagung „Deutsche und polnische Literaturübersetzer als Entdecker: Bausteine zu einer gesamteuropäischen Literaturgeschichte“. Zum Programm der Tagung

 

2013

07.–09. Juni 2013: Zweites Germersheimer Symposium ÜLit „Übersetzer als Entdecker“. Zum Programm der Tagung

 

2011

01.–03. Juli 2011: Erstes Germersheimer Symposium Übersetzen und Literatur (ÜLit) „Literaturübersetzer im Spannungsfeld von Kunst und Politik“.