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Wilhelm Müller, 1794-1827

7. Oktober 1794 Dessau - 1. Oktober 1827 Dessau

Wilhelm Müller gilt manchem Literarhistoriker als „sekundäre dichterische Erscheinung“ (Popp 1968), dessen Name nur dank seiner beiden von Schubert vertonten Gedichtzyklen Die schöne Müllerin und Die Winterreise in Erinnerung geblieben sei. Seinen Zeitgenossen war der „Griechenmüller“ eher als kämpferischer Exponent des antitürkischen Philhellenismus bekannt. Die 1994 von Maria-Verena Leistner herausgegebene fünfbändige Werkausgabe sowie die Aktivitäten der im selben Jahr gegründeten Internationalen Wilhelm-Müller-Gesellschaft haben die Aufmerksamkeit der Forschung auch auf weitere Aspekte seines Schaffens gelenkt. Keine umfassendere Darstellung gibt es bisher jedoch zu Müllers translatorischem Œuvre einschließlich seiner beeindruckenden Leistungen als Übersetzungskritiker. Dies mag auch daran liegen, dass die Übersetzungen und Übersetzungskritiken keinen Eingang in Leistners Müller-Ausgabe gefunden haben und somit nicht als Teil seines Gesamtschaffens wahrgenommen werden.

Zitierweise

Kelletat, Andreas F.: Wilhelm Müller, 1794-1827. In: Germersheimer Übersetzerlexikon UeLEX (online), 6. Mai 2022.