<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KPD-Mitglied &#8211; UeLEX</title>
	<atom:link href="https://uelex.de/berufe/kpd-mitglied/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://uelex.de</link>
	<description>Germersheimer Übersetzerlexikon</description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 11:24:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8</generator>
	<item>
		<title>Kurella, Alfred</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/kurella-alfred/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 08:05:16 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2014506</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[    <div class="uelex-redaktionelles">
        <p class="uelex-redaktionelles-header" id="uelex-redaktionelles-id">Vorbemerkung der Redaktion
            

<p>Dieses Prosopogramm entstand im Rahmen des deutsch-österreichisch-schweizerischen Forschungsprojekts <em><a href="https://uelex.de/neuigkeiten/#2025">Post-Exil: Trans (2025-2027)</a></em>.</p>


        </p>
    </div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Braun, Otto (1900-1974) (Version 1.0)</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/braun-otto-1900-1974-version-1-0/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 14:43:42 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2013401</guid>

					<description><![CDATA[[Die UeLEX-Redaktion sucht jemanden, der zu Otto Braun als Übersetzer ein Biogramm oder sogar ein ausführlicheres Porträt erstellen möchte.]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>[Die UeLEX-Redaktion sucht jemanden, der zu Otto Braun als Übersetzer ein Biogramm oder sogar ein ausführlicheres Porträt erstellen möchte.]</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weintraub, Katja</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/weintraub-katja/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2025 11:42:29 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2011838</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plantener, Arno</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/plantener-arno/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2025 20:10:05 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2011406</guid>

					<description><![CDATA[In einem biographischen Aufsatz über Hilde Angarowa, die Ende 1928 von Berlin nach Moskau ausgewandert war, berichtet Andreas Tretner mit Verweis auf einen in Sankt Petersburg erschienenen Beitrag (Smagina 2015) auch über Arno Plantener, einen jungen Hamburger, der 1931, desolaten Familienverhältnissen und der Wirtschaftskrise entfliehend, seinem Bruder nach Leningrad folgt; er beendet dort seine Schriftsetzerlehre, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[    <div class="uelex-redaktionelles">
        <p class="uelex-redaktionelles-header" id="uelex-redaktionelles-id">Vorbemerkung der Redaktion
            

<p>Dieses Biogramm entstand im Rahmen des deutsch-österreichisch-schweizerischen Forschungsprojekts <em>Post-Exil: Trans (2025-2027)</em>.</p>


        </p>
    </div>


<p>In einem biographischen Aufsatz über <a href="https://uelex.de/uebersetzer/angarowa-hilde/" data-type="uelex_article" data-id="2000008">Hilde Angarowa</a>, die Ende 1928 von Berlin nach Moskau ausgewandert war, berichtet Andreas Tretner mit Verweis auf einen in Sankt Petersburg erschienenen Beitrag (Smagina 2015) auch über Arno Plantener,</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>einen jungen Hamburger, der 1931, desolaten Familienverhältnissen und der Wirtschaftskrise entfliehend, seinem Bruder nach Leningrad folgt; er beendet dort seine Schriftsetzerlehre, lernt eifrig Russisch und übersetzt aus Jux und Tollerei gereimte Werke der hohen russischen Literatur, beginnend mit Tschukowski, der Fliege Sumsumsum, und ist schnell bei Puschkin; Samuil Marschak, der Papst der sowjetischen Kinderliteratur, ist entzückt und empfiehlt seine Förderung, bei der VEGAAR und anderswo erscheinen erste Übersetzungen von ihm. Er heiratet eine Russin, es kommt ein Kind – und dann wird er aus heiterem Himmel verhaftet und wenige Wochen später als vermeintlicher Spion hingerichtet; da ist er noch keine Dreißig. Seine furiose <em>Gabrieliade </em>landet in der sechsbändigen DDR-Puschkin-Ausgabe, und Walter Widmer in Basel hat die Fliege Suse Sumsumsum auf Planteners Grundlage neu erzählt; keiner dürfte vom Schicksal des Übersetzers gewusst und keiner wird nach ihm gefragt haben. Ob die <a href="https://uelex.de/uebersetzer/angarowa-hilde/" data-type="uelex_article" data-id="2000008">Angarowa </a>ihn gekannt hat, weiß man nicht. Wir nehmen es hier als „Kontrastbiografie“. (Tretner 2018: 145f.)</p>
</blockquote>



<p>Ergänzen lässt sich anhand von Exilbibliographien sowie Bibliotheks- und Antiquariatskatalogen, dass Tschukowskis Kinderbuch in Planteners Nachdichtung <em>Fliege Suse sumsumsum</em> mit einer Startauflage von 45.100 Exemplaren 1936 in Moskau von der Verlagsgenossenschaft ausländischer Arbeiter in der UdSSR (Vegaar) veröffentlicht wurde. Dort erschien ebenfalls 1936 in Planteners deutscher Version das 267 Seiten umfassende Buch <em>Die Schule. Erzählung für die Jugend</em> von Arkadi Gajdar (vgl. Schick 1992: 62f.).</p>



<p>Planteners Nachdichtung von Puschkins biblisch-erotischem Spott-Poem über den verführerisch schönen Erzengel Gabriel und die nach Liebe dürstende Maria wurde zuerst 1937 zur Hundertjahrfeier von Puschkins Tod sowohl in Moskau wie zudem im Staatsverlag der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen (ASSRdWD) in Engels veröffentlicht – als Band 6 der <em>Kleinen Puschkin-Bibliothek</em>. Zeitgleich erschien der von Plantener ins Deutsche gebrachte Band 4 dieser Puschkin-Reihe: <em>Maxim Gorki über Puschkin</em> (34 S.).</p>



<p>Die <em>Gabrieliade </em>findet sich in der von Tretner erwähnten, mehrfach aufgelegten und auch als Lizenzausgabe in der ehemaligen Bundesrepublik verlegten DDR-Puschkin-Werkausgabe. Der Aufbau-Verlag (Berlin und Weimar) brachte ferner 1962 eine bibliophile, mit Zeichnungen von Ursula Mattheuer-Neustädt illustrierte <em>Gabrieliade </em>heraus (2. Auflage 1974). Planteners Nachdichtung in fünfhebigen Jamben hat bis heute nichts von ihrer spöttisch fröhlichen Reimfreude verloren. Als Beispiel der einleitende Passus zum ersten Auftritt Satans (Plantener/Puschkin 1974: 16):</p>



<pre class="wp-block-verse">Der Satan aber ist auf seiner Hut.<br>Es war ihm irgendwie zu Ohr gekommen, <br>Daß Gott der Herr ein Weib aufs Korn genommen,<br>Die all der schnöden Menschheit sündig Blut<br>Erretten sollt’ vom ew’gen Höllenfeuer,<br>Und das verdroß den Bösen ungeheuer.<br>Er geht ans Werk. Der Herrgott unterdem<br>Saß da in süßer Wehmut, still und träge,<br>Vergaß die Welt und machte sich’s bequem:<br>Auch ohne ihn ging alles seine Wege.<span class="oes-note oes-popup" data-fn="2"><a href="javascript:void(0)"><sup id="popup2">2</sup></a></span><span class="oes_note_popup oes-popup__popup" data-fn="2">Das Original: „Но, старый враг, не дремлет сатана! / Услышал он, шатаясь в белом свете, / Что бог имел еврейку на примете, / Красавицу, которая должна / Спасти наш род от вечной муки ада. / Лукавому великая досада –  / Хлопочет он. Всевышний между тем / На небесах сидел в уныньи сладком, / Весь мир забыл, не правил он ничем –  / И без него всё шло своим порядком.“ <br><br>In Wolfgang Conradis als reine Verständnishilfe gedachter Übersetzung lauten die zehn Zeilen (Vers 148–157): „Aber der alte Feind, Satan, schlummert nicht! / Während des Bummelns in der weiten Welt hat er erfahren, / daß Gott eine Jüdin im Auge behielt, / eine Schönheit, die retten mußte / unser Geschlecht vor der ewigen Qual der Hölle. / Für den Verschlagenen ist das ein großer Ärger – / er macht sich zu schaffen. Der Allerhöchste inzwischen / saß im Himmel in süßer Schwermut, / vergaß die ganze Welt, leitete nichts – / und ohne ihn ging alles in seiner Ordnung.“ (Conradi 2003: 221).</span></pre>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leschnitzer, Franz</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/leschnitzer-franz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2025 12:10:45 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2011400</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zaisser, Else</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/zaisser-else/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2025 07:48:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2011394</guid>

					<description><![CDATA[Else Zaissers Leben ist auch durch übersetzerische Arbeit geprägt. Sie hat Mitte der 1930er Jahre in der Sowjetunion Deutsch als Fremdsprache unterichtet, wurde 1939 Lehrstuhlleiterin an der Übersetzerfakultät der Parteihochschule der KPdSU(B) und 1942 Übersetzerin beim Moskauer Rundfunk und bei TASS. Nach ihrer Remigration in die SBZ bzw. DDR hat sie als Bildungspolitikerin, Verlagslektorin (Volk [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[    <div class="uelex-redaktionelles">
        <p class="uelex-redaktionelles-header" id="uelex-redaktionelles-id">Vorbemerkung der Redaktion
            

<p>Dieses Prosopogramm entstand im Rahmen des deutsch-österreichisch-schweizerischen Forschungsprojekts <em><a href="https://uelex.de/neuigkeiten/#2025" data-type="link" data-id="https://uelex.de/neuigkeiten/#2025">Post-Exil: Trans (2025-2027)</a></em>.</p>


        </p>
    </div>


<p>Else Zaissers Leben ist auch durch übersetzerische Arbeit geprägt. Sie hat Mitte der 1930er Jahre in der Sowjetunion Deutsch als Fremdsprache unterichtet, wurde 1939 Lehrstuhlleiterin an der Übersetzerfakultät der Parteihochschule der KPdSU(B) und 1942 Übersetzerin beim Moskauer Rundfunk und bei TASS. Nach ihrer Remigration in die SBZ bzw. DDR hat sie als Bildungspolitikerin, Verlagslektorin (Volk und Wissen) sowie (freischaffende) Übersetzerin in erheblichem Umfang für die Rezeption sowjetrussischer pädagogischer Sach- und Fachliteratur (etwa der Schriften von Krupskaja und Makarenko) gewirkt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weinert, Erich (Version 1.0)</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/weinert-erich-version-1-0/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2024 22:42:07 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2011377</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hermlin, Stephan</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/hermlin-stephan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2024 13:23:06 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2011158</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stern, Kurt</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/stern-kurt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Aug 2024 15:44:29 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2010746</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lent, Dora</title>
		<link>https://uelex.de/uebersetzer/lent-dora/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kelletat]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2024 21:12:17 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://uelex.de/?post_type=uelex_article&#038;p=2010692</guid>

					<description><![CDATA[Von Dora Lent lassen sich ohne allzu großen Rechercheaufwand lediglich einige Gedichtveröffentlichungen (Akzente 1989, Sinn und Form 2024) sowie für die Hamburger Zeit geschriebene Essays nachweisen. Über ihre Biographie informierte (wohl durch Sichtung des auf Initiative von Walter Höllerer nach Sulzbach-Rosenberg gelangten Nachlasses) Wolfgang Matz in einem Aufsatz in der Zeitschrift Sinn und Form. Dort [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Von Dora Lent lassen sich ohne allzu großen Rechercheaufwand lediglich einige Gedichtveröffentlichungen (<em>Akzente </em>1989, <em>Sinn und Form</em> 2024) sowie für die Hamburger <em>Zeit </em>geschriebene Essays nachweisen. Über ihre Biographie informierte (wohl durch Sichtung des auf Initiative von Walter Höllerer nach Sulzbach-Rosenberg gelangten Nachlasses) Wolfgang Matz in einem Aufsatz in der Zeitschrift <em>Sinn und Form</em>. Dort heißt es zu ihren Lebensstationen u.a.: Geburt und Schulbesuch in Brandenburg an der Havel, Lehramtsprüfung für Lyzeen, Mitwirkung im linken Flügel der Jugendbewegung, Ende 1918 Mitglied der eben gegründeten KPD, vier Kinder (geboren zwischen 1920 und 1929), Austritt aus der KPD („sieht sich indes weiter der politischen Linken zugehörig“; Matz 2024: 511), Teilnahme am kulturellen Leben der Weimarer Republik; Ehekrise, als der Ehemann kein Verständnis aufbringt für Dora Lents beginnendes literarisches Schaffen (Lyrik), keine Publikationsmöglichkeiten während der NS-Zeit, 1940 Arbeit als Bürokraft im okkupierten Łódź/Litzmannstadt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Über ihre Erfahrung am Rande des Ghettos verfaßt sie einen umfangreichen, natürlich verborgen bleibenden Bericht <em>Abordnung nach Litzmannstadt</em>, der lange nach dem Krieg von der BBC London als mehrteilige Sendung ausgestrahlt wird. (Ebd.: 512)</p>
</blockquote>



<p>Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion Privatunterricht im Russischen, Kriegstod des nach einem Selbstmordversuch in eine Strafkompanie versetzten Sohnes Karl Ende Januar 1943 vor Leningrad, Zerstörung des eigenen Hauses in Erkner durch einen amerikanischen Bombenangriff 1944, Begrüßung der Roten Armee als Befreier beim Einzug in Erkner, Mitarbeit im von J.R. Becher gegründeten Kulturbund, Teilnahme am Ersten Deutschen Schriftstellerkongress (Oktober 1947), 1948 Austritt aus der SED, keine Publikationsmöglichkeiten, 1952 Übersiedlung/Flucht in den Westteil Berlins, Aufenthalt dort bis Ende 1983, dann altersbedingt Übersiedlung nach Langenhagen bei Hannover.</p>



<p>Neben ihrem lyrischen Werk (u.a. Kriegsgedichte, Gedenkzyklus für den toten Sohn, <em>Brandmarken </em>aus Łódź, feministisch-theologische Gedichte in den 50er und 60er Jahren) entstehen Nachdichtungen von Krylow-Fabeln<span class="oes-note oes-popup" data-fn="3"><a href="javascript:void(0)"><sup id="popup3">3</sup></a></span><span class="oes_note_popup oes-popup__popup" data-fn="3">Mit ihnen soll sie „mehr Resonanz“ (Matz 2024: 513) als mit ihren eigenen Gedichten gefunden haben. Wo diese Fabeln gedruckt wurden, kann ich nicht sagen. – Der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek verzeichnet für das Jahr 1956 den im Deutschen Laienspiel-Verlag, Weinheim/Bergstraße erschienenen, 20 Seiten umfassenden von Dora Lent geschriebenen Text: <em>Ein Geschenk sucht eine Bleibe. Ein Zwei-Personen-Sketch. Nach Motiven einer Humoreske von Anton Tschechow</em>. </span>und im Nachlass erhaltene, bisher vermutlich unveröffentlichte Übersetzungen von Gedichten Miltons, Shakespeares und Puschkins.<span class="oes-note oes-popup" data-fn="4"><a href="javascript:void(0)"><sup id="popup4">4</sup></a></span><span class="oes_note_popup oes-popup__popup" data-fn="4">Diese Übersetzungen, 5 Blatt insgesamt, schickte Lent am 2. Mai 1979 an Walter Höllerer. Man findet sie lt. Eintrag bei <em>Kalliope </em>im Nachlass Höllerers im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg, Sign. 03WH/AF/2,5c.</span></p>



<p>Kontakte nach London führen zu zwei Publikationen: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die BBC sendet im September 1960 und im Februar 1970 zwei Folgen von autobiographischen Texten; zunächst die fünfteilige <em>Russische Suite</em>, Momentaufnahmen von der Ankunft der Roten Armee im April 1945; dann <em>Wir sollten uns erinnern</em>, die gekürzte, vierteilige Fassung ihres Berichts über das Jahr 1940 in Łódź. (Ebd.: 513) </p>
</blockquote>



<p>Ob sich in ihrem Nachlass weitere Übersetzungen erhalten haben, sollte geprüft werden. Eine Publikation der bisher bekannt gewordenen Übersetzungen (u. U. zusammen mit Gedichten oder auch den Typoskripten für die beiden BBC-Sendereihen) wäre – wie von Kurt Marti schon 1990 vorgeschlagen – nach wie vor zu wünschen, damit sich doch noch erfüllen kann, was sie in einem späten Gedicht so formuliert hat: „Ich werde aufleuchten,/ wenn ich erloschen bin.// ihr werdet mich hören,/ wenn ich verstummt bin,// ich werde kommen,/ wenn ich vergangen bin,// ihr werdet mich finden,/ wenn ich verloren bin.&#8220; (Vgl. Martin 1990: 179, Lent 2024: 521).</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
