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Friedrich Eberhard Boysen, 1720–1800

7. April 1720 Halberstadt (Preußen) - 4. Juni 1800 Halberstadt (Preußen)
Original- und Ausgangssprache(n)
Arabisch
Schlagworte
Übersetzerisches ProfilNebenberuflicher Übersetzer Übersetzte GattungenReligiöse Texte Sonstige SchlagworteAufklärung

Boysen war Sohn eines Pastors. In Magdeburg besuchte er das Gymnasium, anschließend studierte er in Halle. Dort erwarb er sich durch Vermittlung von Christian Benjamin Michaelis gründliche orientalistische Fachkenntnisse. 1773 – vermutlich als Reaktion auf David Friederich Megerlins im Jahr zuvor erschienenes stark islamophobes Werk Die türkische Bibel oder des Korans allererste teutsche Uebersetzung aus der Arabischen Urschrift – veröffentlichte Boysen in Halle seine wesentlich „freundlichere“ Koran-Version unter dem Titel Der Koran, oder das Gesetz der Muselmänner, durch Muhammed, den Sohn Abdallah’s. Nebst einigen feyerlichen koranischen Gebeten, unmittelbar aus dem Arabischen übersetzt, mit Anmerkungen und Registern versehen und auf Verlangen herausgegeben (2., verb. Aufl. 1775; neue Ausgabe 1828). Dies ist Boysens Hauptübersetzungsleistung.

Quellen

Frank, Gustav (1876): Boysen, Friedrich Eberhard. In: Allgemeine Deutsche Biographie. Herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 3 (1876), S. 226f.
Hentrich, Martin (2010): Friedrich Eberhard Boysen. Ein Halberstädter übersetzt den Koran. In: Zwischen Harz und Bruch. Heimatzeitschrift für Halberstadt und Umgebung. Dritte Reihe, Heft 61 (Dezember 2010), S. 42–45.
Jacob, Herbert (1989): Boysen, Friedrich Eberhard. In: Herbert Jacob: Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen von Karl Goedeke. 2., ganz neu bearbeitete Auflage. Hg. von der Akademie der Wissenschaften der DDR, Zentralinstitut für Literaturgeschichte. Bd. XVII, Lieferung 1, S. 196f.

Zitierweise

UeLEX-Redaktion: Friedrich Eberhard Boysen, 1720–1800. In: Germersheimer Übersetzerlexikon UeLEX (online), 22. Dezember 2023.