Header Icon Header Icon
Logo

Suche in UeLEX

Rose Austerlitz, 1876–1939

9. Oktober 1876 Magdeburg (Deutsches Reich) - 28. Mai 1939 Berlin (Deutsches Reich)
Original- und Ausgangssprache(n)
Französisch
Zielsprache(n)
Deutsch

Laut dem Lexikon deutsch-jüdischer Autoren (Bd. 1, 1992) studierte Rose Austerlitz am „Genfer Seminar“. Sie heiratete den aus Prag stammenden, 15 Jahre älteren Schriftsteller Robert Austerlitz (1861–1930). Die beiden lebten in Berlin.1Berlin W 50, Regensburger Str. 10 (Kürschner 1930: 30). Sie arbeitete als Redakteurin der Frauenzeitschrift Maja – Familienblatt für die einkaufenden Frauen und Mädchen. Bekannt wurde sie durch ihre im ersten Jahrzehnt nach der Jahrhundertwende erschienenen, im Berliner Bohème-Milieu spielenden Romane, u. a. Café Größenwahn (1906, 4. Aufl. 1912).

1913 veröffentlichte sie in der Reihe Historische Romane großer Männer und Frauen des Otto Beckmann-Verlags (Berlin-Wilmersdorf) drei, insgesamt gut 1.100 Druckseiten umfassende „autorisierte Übersetzungen“ von Büchern des französischen Schriftstellers Frédéric Loliée (1855–1915).2Für Otto Beckmanns Verlag und dessen Große-Männer-und-Frauen-Reihe übersetzte 1913 auch Stefania Goldenring einen Loliée-Roman. Über weitere literarische bzw. übersetzerische Aktivitäten ist nichts bekannt, ein Nachlass scheint sich nicht erhalten zu haben.

Erinnert wird an Rose Austerlitz u. a. im bio-bibliographischen Digitalen Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933–1945 (DAjAB). Dort findet sich auch der Hinweis auf ihre 1898 in Berlin geborene Tochter Lilli Austerlitz,3Auf der Internetseite des Vereins für die Geschichte Berlins e.V. wird die Eheschließung der Eltern auf das Jahr 1899 datiert (www.diegeschichteberlins.de/geschichteberlins/persoenlichkeiten/persoenlichkeiteag/458-austerlitz.html; Aufruf 20. August 2026). Kann das stimmen? die am 17. November 1941 ins litauische Kaunas deportiert und dort am 25. November 1941 ermordet wurde.4So lt. DAjAB die Angabe im Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933–1945).

Anmerkungen

  • 1
    Berlin W 50, Regensburger Str. 10 (Kürschner 1930: 30).
  • 2
    Für Otto Beckmanns Verlag und dessen Große-Männer-und-Frauen-Reihe übersetzte 1913 auch Stefania Goldenring einen Loliée-Roman.
  • 3
    Auf der Internetseite des Vereins für die Geschichte Berlins e.V. wird die Eheschließung der Eltern auf das Jahr 1899 datiert (www.diegeschichteberlins.de/geschichteberlins/persoenlichkeiten/persoenlichkeiteag/458-austerlitz.html; Aufruf 20. August 2026). Kann das stimmen?
  • 4
    So lt. DAjAB die Angabe im Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933–1945).

Quellen

Budke, Petra / Schulze, Jutta (1995): Schriftstellerinnen in Berlin 1871-1945. Ein Lexikon zu Leben und Werk. Berlin: Orlanda Frauenverlag.
Kürschner (1930) = Kürschners Deutscher Literatur-Kalender auf das Jahr 1930. 45. Jg. Hg. von Dr. Gerhard Lüdtke Berlin, Leipzig: Walter de Gruyter & Co.
N.N. (1992): Austerlitz, Rose (Rosa) (geb. Simon) Redakteurin, Übersetzerin. In: Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Bd. 1: A–Benc. Redaktionelle Leitung: Renate Heuer. München u. a.: K. G. Saur 1992, S. 271 f.

Zitierweise

Kelletat, Andreas F.: Rose Austerlitz, 1876–1939. In: Germersheimer Übersetzerlexikon UeLEX (online), 21. August 2026.

Bibliographie

Übersetzungen (Buchform)

Detaillierte Bibliographie