Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon
Margarete Steffin (Quelle: Bertolt-Brecht-Archiv, FA 07/183, Datum unbekannt)

Margarete STEFFIN, 1908–1941

„Im neunten Jahre der Flucht vor Hitler / Erschöpft von den Reisen / Der Kälte und dem Hunger des winterlichen Finnland / Und dem Warten auf den Paß in einen anderen Kontinent / Starb unsere Genossin Steffin / In der roten Stadt Moskau.“ – So steht es in einem Brecht-Gedicht von 1941. Dass die Genossin Margarete Steffin nicht nur als Brechts Sekretärin und Geliebte („wir waren uns gewogen“), sondern auch als Schriftstellerin Beachtung verdient, ist seit einem Vierteljahrhundert bekannt. Als Übersetzerin ist sie noch zu entdecken.

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Meta FORKEL

Sophie Margarethe („Meta“) Dorothea Liebeskind, als Mitarbeiterin in der „Übersetzungsfabrik“ Georg Forsters besser bekannt unter dem Namen ihres ersten Mannes, Forkel, gehört mit über 20, zum Teil mehrbändigen übersetzten Werken zu den produktivsten Übersetzerinnen ihrer Zeit. Ihre beachtliche Leistung als Übersetzerin wird noch deutlicher, wenn man sich vor Augen hält, dass ihre Übersetzungen bis auf wenige Ausnahmen in dem vergleichsweise kurzen Zeitraum zwischen 1788 und 1799 entstanden sind.

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Germersheimer Übersetzerlexikon

Unser Wissen über die Literaturen der Welt speist sich fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer könnte schon von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Den literarischen Importen verdankt die deutsche Literatur ihren Reichtum und ihre Vielfalt. Von den Übersetzern kennen wir allerdings oft nicht einmal die Namen. Diesen Missstand soll das Germersheimer Übersetzerlexikon beheben. Die in ihm zusammengetragenen Daten werden zugleich eine neue, interkulturelle Sicht auf die Geschichte der deutschen Literatur (von den Tagen Luthers bis zum 21. Jahrhundert) ermöglichen.

Nach dem Vorbild des in den letzten Jahren entstandenen schwedischen Übersetzerlexikons (www.oversattarlexikon.se) werden im digitalen und online frei zugänglichen Germersheimer Übersetzerlexikon zu bedeutenden und interessanten Übersetzern wissenschaftlich fundierte, in Essayform geschriebene Porträts veröffentlicht. Neben Literaturübersetzern wird das Lexikon auch Übersetzer vorstellen, die philosophische, naturwissenschaftliche, religiöse oder politische Texte ins Deutsche gebracht haben. Die Essays zu Leben und Werk der einzelnen Übersetzer werden durch umfassende Bibliographien ergänzt.

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August BRÜCHER

August Brücher (1888–1967) ist in den Jahren des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik als Übersetzer aus dem Französischen hervorgetreten. Da seine Texte überwiegend in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden, erlangte er nicht die Bekanntheit anderer zeitgenössischer Übersetzer. Gerade diese – wohl nicht untypische – Nebenrolle im Literaturbetrieb macht die Beschäftigung mit seinem Leben und Werk zu einer interessanten Aufgabe.

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