Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon
Margarete Steffin (Quelle: Bertolt-Brecht-Archiv, FA 07/183, Datum unbekannt)

Margarete STEFFIN, 1908–1941

„Im neunten Jahre der Flucht vor Hitler / Erschöpft von den Reisen / Der Kälte und dem Hunger des winterlichen Finnland / Und dem Warten auf den Paß in einen anderen Kontinent / Starb unsere Genossin Steffin / In der roten Stadt Moskau.“ – So steht es in einem Brecht-Gedicht von 1941. Dass die Genossin Margarete Steffin nicht nur als Brechts Sekretärin und Geliebte („wir waren uns gewogen“), sondern auch als Schriftstellerin Beachtung verdient, ist seit einem Vierteljahrhundert bekannt. Als Übersetzerin ist sie noch zu entdecken.

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KLABUND

Klabund, mit bürgerlichem Namen Alfred Henschke (1890–1928; der Künstlername setzt sich zusammen aus „Klabautermann“ und „Vagabund“), veröffentlichte von 1912 bis zu seinem frühen Tod 1928 nicht weniger als 76 Bücher: Gedichtbände, Romane, Dramen, Erzählungen sowie Übersetzungen bzw. Nachdichtungen orientalischer und fernöstlicher Lyrik und Schauspiele, ohne allerdings der jeweiligen Sprachen mächtig zu sein...

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Germersheimer Übersetzerlexikon

Unser Wissen über die Literaturen der Welt speist sich fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer könnte schon von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Den literarischen Importen verdankt die deutsche Literatur ihren Reichtum und ihre Vielfalt. Von den Übersetzern kennen wir allerdings oft nicht einmal die Namen. Diesen Missstand soll das Germersheimer Übersetzerlexikon beheben. Die in ihm zusammengetragenen Daten werden zugleich eine neue, interkulturelle Sicht auf die Geschichte der deutschen Literatur (von den Tagen Luthers bis zum 21. Jahrhundert) ermöglichen.

Nach dem Vorbild des in den letzten Jahren entstandenen schwedischen Übersetzerlexikons (www.oversattarlexikon.se) werden im digitalen und online frei zugänglichen Germersheimer Übersetzerlexikon zu bedeutenden und interessanten Übersetzern wissenschaftlich fundierte, in Essayform geschriebene Porträts veröffentlicht. Neben Literaturübersetzern wird das Lexikon auch Übersetzer vorstellen, die philosophische, naturwissenschaftliche, religiöse oder politische Texte ins Deutsche gebracht haben. Die Essays zu Leben und Werk der einzelnen Übersetzer werden durch umfassende Bibliographien ergänzt.

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Bund deutscher Übersetzer (1928–1933)

Der Bund deutscher Übersetzer (BdÜ) konstituierte sich im Frühjahr 1929 als Sondergruppe bzw. Fachgruppe im seit 1909 bestehenden Schutzverband deutscher Schriftsteller (SdS). Zum Vorsitzenden wurde der Jack London-Übersetzer und Literaturagent Erwin Magnus (1881–1947) gewählt, zum Vorstand gehörten Ida Jacob-Anders (1871–?), Gertrud Sternberg-Isolani (1899-1988), Käthe Miethe (1893–1961), Friedrich von Oppeln Bronikowski (1873–1936), Lothar Schmidt (?–?) und Paul Wiegler (1878–1949).

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