Germersheimer ÜbersetzerlexikonGermersheimer Übersetzerlexikon
Therese Huber (Scherenschnitt von Luise Duttenhofer)

Marie Therese Wilhelmine HUBER, 1764–1829

Obwohl Therese Huber (geborene Heyne, verwitwete Forster) zeit ihres Lebens keine einzige Übersetzung unter ihrem Namen veröffentlicht hat – sieht man von einer Romanbearbeitung ab, die als ihr Originalwerk publiziert wurde – ist sie dennoch eine nicht zu vernachlässigende Figur in der Geschichte der Übersetzung an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert.

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Helmut von den STEINEN

Unter den drei deutschen Übersetzern, die sich zwischen 1936 und 1946 – allesamt im Exil, alle dem weiteren Umkreis Stefan Georges zugehörig – mit dem Werk des Alexandriners Konstantinos Kavafis (1863–1933) beschäftigten, hat sich Helmut von den Steinen als Verfasser der eigenständigsten Nachdichtung durchgesetzt. Zuerst als einsprachige Teilausgabe 1953 im Suhrkamp-Verlag und schließlich komplett 1985 (154 autorisierte Gedichte) in der Amsterdamer Castrum Peregrini Presse erschienen, gilt sie bis heute als klassisch, repräsentativ, „meisterhaft“, „virtuos“, eine „außerordentliche poetische Leistung“.

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Germersheimer Übersetzerlexikon

Unser Wissen über die Literaturen der Welt speist sich fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer könnte schon von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Den literarischen Importen verdankt die deutsche Literatur ihren Reichtum und ihre Vielfalt. Von den Übersetzern kennen wir allerdings oft nicht einmal die Namen. Diesen Missstand soll das Germersheimer Übersetzerlexikon beheben. Die in ihm zusammengetragenen Daten werden zugleich eine neue, interkulturelle Sicht auf die Geschichte der deutschen Literatur (von den Tagen Luthers bis zum 21. Jahrhundert) ermöglichen.

Nach dem Vorbild des in den letzten Jahren entstandenen schwedischen Übersetzerlexikons (www.oversattarlexikon.se) werden im digitalen und online frei zugänglichen Germersheimer Übersetzerlexikon zu bedeutenden und interessanten Übersetzern wissenschaftlich fundierte, in Essayform geschriebene Porträts veröffentlicht. Neben Literaturübersetzern wird das Lexikon auch Übersetzer vorstellen, die philosophische, naturwissenschaftliche, religiöse oder politische Texte ins Deutsche gebracht haben. Die Essays zu Leben und Werk der einzelnen Übersetzer werden durch umfassende Bibliographien ergänzt.

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Bund deutscher Übersetzer (1928–1933)

Der Bund deutscher Übersetzer (BdÜ) konstituierte sich im Frühjahr 1929 als Sondergruppe bzw. Fachgruppe im seit 1909 bestehenden Schutzverband deutscher Schriftsteller (SdS). Zum Vorsitzenden wurde der Jack London-Übersetzer und Literaturagent Erwin Magnus (1881–1947) gewählt, zum Vorstand gehörten Ida Jacob-Anders (1871–?), Gertrud Sternberg-Isolani (1899-1988), Käthe Miethe (1893–1961), Friedrich von Oppeln Bronikowski (1873–1936), Lothar Schmidt (?–?) und Paul Wiegler (1878–1949).

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