Wolfgang E(duard) Groeger, 1882–1950
Das Lexikon deutschbaltischer Literatur listet für Groeger 37 zwischen 1921 und 1946 selbständig erschienene Übersetzungen. Zu seinen Lebensstationen heißt es dort u. a.:
Schulbildung und Studium in Moskau. Mehrere Jahre in Ostasien. Dr. jur. Seit 1921 in Berlin-Steglitz. Lebte nach 1949 in Erlangen und Wetter/Ruhr. Vornehmlich Übersetzer russischer Dichter. Gedicht in Zeitschr[iften], u. a. im Baltischen Almanach, Riga. (Redlich 1989: 108)
Im Kürschner (1934: 266) steht im Eintrag für Groeger, dass er Lyriker und Mitglied im „Reichsverband Deutscher Schriftsteller“ (RDS) sei und „Versübersetzungen“ aus dem Russischen und Englischen anfertigen könne.
Mehrere von ihm übersetzte Bücher wurden in die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums aufgenommen.
Für die Jahre 1933 bis 1945 ist bei Redlich (1989: 110) nur noch eine neue Übersetzung verzeichnet: Catherine Drinker Bowens „aus dem Englischen unter Benutzung der russischen Original-Briefe“ übersetzte, 476 S. starke Tschaikowsky-Biographie, erschienen 1938 im List-Verlag Leipzig.
Im von der Reichsschrifttumskammer 1942 herausgegebenen Schriftsteller-Verzeichnis wird Groeger (wohnhaft Berlin-Steglitz, Fregestr. 39a) als „von der Mitgliedschaft der RSK befreit“ bezeichnet (S. 70).
