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Bundesrepublik DeutschlandBerufe/Tätigkeiten
Kunsthistoriker,
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Migrant,
Mitarbeiter von Varian Fry,
Übersetzer,
Drehbuchautor,
Kulturkorrespondent,
Antistalinist,
Theaterkritiker,
Filmkritiker,
Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt),
RemigrantSchlagworte
Übersetzerisches ProfilBerufsübersetzer,
Dichterübersetzer,
Exilübersetzer,
Nachdichter,
Sprachwechsel,
Übersetzer im Nach-Exil,
Übersetzer in die Fremdsprache Englisch Übersetzte GattungenDialoge,
Dramen,
Fachtexte,
Militaria-Texte,
Sachtexte Sonstige SchlagworteArchiv (Nachlass),
Emigration,
Emigration (NS-Zeit),
Exil,
Exil (NS-Zeit),
Frankreich (Exil),
Gruppe 47,
Kalter Krieg,
Schweiz (Exil),
Tschechoslowakei (Exil),
USA (Exil),
Verfasser übersetzungspoetologischer Texte,
Verfolgung (auch) aus »rassischen« Gründen
Hans Sahl hat erst im amerikanischen Exil mit dem Übersetzen begonnen. Er wurde dann jedoch zu einem der erfolgreichsten Nachexil-Übersetzer, dank seiner durch viele Jahre auf vielen Bühnen gespielten Dramenübersetzungen (Thornton Wilder, Tennessee Williams, Maxwell Anderson, Arthur Miller, John Osborne). Manche Stücke wurden nur als Bühnenmanuskript gedruckt, andere erzielten auch als Buchausgaben sehr hohe Auflagen, z. B. wurde Thornton Wilders Unsere kleine Stadt als Fischer-Taschenbuch zwischen 1974 und 1994 in 234 Tausend Exemplaren verkauft.
Sahl kehrte 1953 vorübergehend in die Bundesrepublik zurück, wurde 1954 zum Treffen der Gruppe 47 eingeladen, kehrte aber 1958 in die USA zurück.
Wichtig für sein Nachexil ist auch die Tätigkeit als New Yorker Kulturkorrespondent u. a. für die Neue Zürcher Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und die Welt.
Ackermann, Gregor / Brodersen, Momme (1996): Hans Sahl. Eine Bibliographie seiner Schriften. Mit einem Vorwort von Edzard Reuter. Marbach: Deutsche Schillergesellschaft Marbach am Neckar. [Übersetzungen: Nr. 1609–1692].
Köpke, Wulf (2007): Hans Sahl als Übersetzer. In: Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, Jg. 25 (2007) = Übersetzung als transkultureller Prozess, S. 208–226.
Sahl, Hans (1965): Zur Übersetzung von Theaterstücken. In: Rolf Italiaander (Hg.): übersetzen. Vorträge und Beiträge vom Internationalen Kongreß literarischer Übersetzer in Hamburg. Frankfurt am Main: Athenäum, S. 104f.
Sahl, Hans (1990): Das Exil im Exil. (Memoiren eines Moralisten II). 2. Aufl. Frankfurt am Main: Luchterhand Literaturverlag.
Nachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach (68 Kästen, 3106 Einzelobjekte)
Kelletat, Andreas F.: Hans Sahl, 1902–1993. In: Germersheimer Übersetzerlexikon UeLEX (online), 8. April 2026.